Baureihen 420 und 421
Neue Triebfahrz.
BR 103.1
BR 111
BR 151
BR 210.0
BR 218.1
BR 420/421
BR 602
BR 614

420 014 3 bei MünchenOlympische Spiele München 1972: 1966 erhielt München den Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972. Dieses Sportereignis förderte den Aufbau eines grossen S-Bahn-Netzes im Grossraum der bayerischen Landeshauptstadt. Für den Betrieb dieser Strecken wurden neue S-Bahn-Triebzüge entwickelt, die auch ihre Einsatzgebiete in Frankfurt/M. und Stuttgart fanden. In Köln und Düsseldorf wurden die Triebzüge wieder durch lokbespannte Einheiten ersetzt.
Aus den Baureihen 430 und 427 flossen die gemachten Erfahrungen in die dreiteiligen Triebzüge ein, deren Mittelwagen die Baureihenbezeichnung 421 erhielten, während die Endwagen mit Führerstand die Bezeichnung 420 tragen. Alle Radsätze sind einzeln angetrieben und sorgen so für eine zügige Beschleunigung der Einheiten.

Im Oktober 1969 wurden drei »Prototypen«-Elektrozüge vorgestellt, bei welcher jeder Zug in einer anderen Farbvariante lackiert war:
420 001 / 421 001 / 420 501 in »Reinorange / Kieselgrau« für das S-Bahnnetz Rhein-Ruhr
420 002 / 421 002 / 420 502 in »Kobatblaul/ Kieselgrau« für das Münchener S-Bahnnetz
420 003 / 421 003 / 420 503 in »Purpurrot / Kieselgrau« für das Frankfurter S-Bahnnetz

Bis heute wurden 461 Züge gebaut; insgesamt acht Baulose, die sich in Details voneinander unterscheiden. Auch die Farbgebung war an die Popfarben der damaligen Zeit angepasst und war in den S-Bahn Bereichen der einzelnen Städte anfangs unterschiedlich.

Die für das S-Bahn Netz München in den Jahren 1972 bis 1975 gelieferten Einheiten (004 bis 121, 131, 174 bis 191und der Endwagen 420 122) erhielten ein Fensterband incl. Zierstreifen und Anschriften in Kobaltblau.
Den Bau dieser Fahrzeuge teilten sich die Firmen DWM, LHB, MAN, O&K, Rathgeber, Uerdingen, WMD für den mechanischen Teil und  AEG, BBC und Siemens für den elektrischen Teil.

Die Triebzüge 122 bis 130, 132 bis 173, 192 bis 390, sowie der Endwagen 420 622 und der Mittelwagen 421 122 erhielten dann schon ab Werk die Orange/Kieselgraue Farbgebung. Neben den am Baulos 1 und 2 beteiligten Firmen waren hier noch MBB und WU beteiligt.
Erst ab 1984 wurden Münchener 420/421 bei fälligen Hauptuntersuchungen auch in das orange Farbkleid umlackiert.

Die S-Bahn in Frankfurt erhielt anfangs die Purpurrot/Kieselgraue Farbgebung.

Heute fahren auch sehr viele dieser Züge mit Ganzwerbung (Flughafen München, Frankfurter Allgemeine oder CocaCola z.B.)

Quelle:Andreas Knipping: Album der DB-Lokomotiven
(GeraMond Verlag 1999)

Aktualisiert am
30.Januar 2005

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