“Wo Wasser ist, ist Leben” - dieser Satz trifft vielleicht heute nicht mehr in dem Maße auf die Bahn zu wie zur Zeit der Dampflokomotiven, die ohne Wasser auch nicht zum Leben erweckt werden konnten. Und doch benötigt auch die heutige Bahn grosse Mengen an Wasser. In Reisezügen müssen zum Beispiel die Toiletten und Waschräume
versorgt werden. Oder die Speisewagen (oder Bistro-Wagen) benötigen Trinkwasservorräte. Das Wasser kommt sowohl für Toiletten als auch für den Speisewagen aus dem öffentlichen Trinkwassernetz und wird über trinkwassergeeignete Schläuche in die jeweilgen Behälter in die Wagen gefüllt. Dies geschieht meist an speziellen Versorgungsgeleisen bei der Wagenbereitstellung. Der Unterschied zwischen dem Wasser in einer Toilette und dem im Speisewagen besteht darin, daß das Wasser im Speisewagen,
bevor es als Trinkwasser z.B. für Kaffee verwendet wird, mit einer UV - Entkeimungsanlage behandelt wird. Das Wasser in den Toiletten der Reisezugwagen wird nicht in dieser Art behandelt. Deshalb steht dort auch an jedem Waschbecken “Kein Trinkwasser” in mehreren Sprachen. Früher hatte das Brauchwasser, das für die Versorgung der Dampflokomotiven Zugaben wie Eisen-(III)-Sulfat zum Ausfällen von Kalk und anderen Schwebstoffen und Frostschutzmittel.
Dies ist jedoch heute nicht mehr der Fall. |