Die Deutsche Bundesbahn rüstete in den fünfziger Jahren mehrere Lokomotiven im
Zuge der Modernisierung (meist wurden neue, geschweißte Kessel benötigt) mit einer Ölfeuerung aus. Folgende Umbauten waren - grob gesehen - zu einer Umrüstung notwendig:
Der Kessel: Rost, Aschekasten, Funkenfänger und Näßvorrichtungen wurden entfernt. Ausmauerung der Feuerbüchse im unteren Teil mit Schamottsteinen. Andere Feuerluke. Der Tender: Anstelle des Kohlekastens abnehmbarer Ölbehälter, der mittels Heizschlangen gewärmt wurde, da Schweres Heizöl erst ab 60° C dünnflüssig wird. Später wurde auf Höhe der Pufferbohle ein Betankungsstutzen angebracht, da die anfänglich vorgesehene Betankung von oben zu umständlich und zu gefährlich war. Eine ölgefeuerte Dampflokomotive, die abgestellt wurde, also “kalt” war, mußte zur erneuten Inbetriebnahme
durch Fremddampf vorgeheizt werden. Zur Erstentzündung des mit Wasserdampf zerstäubten Öles wurde eine Lunte benötigt. War die Feuerbüchse heiß, entzündete sich das Öl von selbst an den Wänden. Verwandte Themen: |
Quelle: Wolfgang Fiegenbaum; Heinz Sickert: Lokomotiv- und Triebwagenlexikon Deutsche Bundesbahn Ausgemusterte Fahrzeuge 1970 – 1979. – 1981. Kohlhammer Edition Eisenbahn (ISBN 3-17-007069-X) | | nach oben |